Trentinopower 2008

TRENTINOPOWER 2008: Fal della Paganella - El Paso

         
Kesselbergstraße: Blick auf den Walchensee Rast am Kochelsee: Naß von Außen uns auch von Innen... Wir rollen noch auf der Autobahn und Kai erkundet inzwischen die Gegend. Für Andre und mich regnet es schon - nur Kai hat noch besseres Fahrwetter Kai unterwegs: Blick auf den Santa Giustina Stausee

Trentinopower 2008: Leider gab es in diesem Jahr keine großen "Bikertage" - schluchz! Nur unser KTM-Duke Kai hatte wieder was für seine SuperMoto Cracks von "DukeCity" organisiert und das Ziel für die "DukeCity Alpentour 2008" nach Fai della Paganella gelegt. Der zündende Funke sprang über, als André aus Johannstadt die frohe Kunde seines GS1200 Kaufs verbreitete. Na und nun wollte er ja auch fahren, und zwar eine richtige Tour. Was lag also näher, als auch ins Trentino zu fliegen und dort ein paar schöne Touren zu erfahren. Nach kurzer Klärung mit Kai, der sich natürlich sehr gefreut und ein Zimmer im Hotel nachgebucht hat, stand für uns das Ziel der Testfahrt fest: Trentino, Fai della Paganella - Hotel El Paso

Und noch eins von Kai: Blick auf den Molveno-See
Bozen - Innenhof zwischen Hotel und Parkhaus Der ganze automobile Stolz Italiens verpackt in einen (fast) originalen FIAT 500 Besuch bei Christian in seiner Firma in Bozen Ankunft in Fai della Paganella - die Bikerherberge El Paso Auch von Kai: Mountainbike-Strecke in den Dolomiten
Dauerregen - Frustbesuch in Bozen Am Mittwoch, den 4. Juni um 4:45 Uhr sind wir zur ca. 750 km langen Anreise aufgebrochen. Wir waren erstaunt, wie zügig man in den Alpen sein kann :-)) Leider spielte das Wetter überhaupt nicht mit, denn der in den Alpen einsetzende Regen sollte und bis nach Fai begleiten. In strömender Wasserkühlung von oben erreichten wir gegen 14 Uhr (ziemlich fertig) das Hotel "El Paso". Nach kurzer Abtropfzeit bezogen wir unser Zimmer und warteten auf Kai, der selbst noch gar nicht da war (er hatte wohl vergessen, dass wir mit zwei Motorrädern kommen). 30 Minuten später begrüßten sich die versprengten Einheiten des Bilerteam und nahmen das erste Bierchen in Empfang. Es gab ja auch jede Menge zu erzählen.
Bozen Das ist ja gerade was für uns Motorradfahrer: Trubel in Bozen

Bozen: Kurze Unterbrechung des Dauerregens durch die Sonne

Bozen - der gute alte Walther von der Vogelweide Nun ist aber gut mit Kultur!
Leider mussten wir feststellen, dass außer uns beiden (auf Honda und BMW) noch niemand zur KTM-DukeCity Alpentour angereist war. Irgendwie hatten wohl alle anderen angemeldeten Teilnehmer wegen des herrlichen Wetters plötzlich was anderes vor... Egal, das muss jeder selbst entscheiden. Kai kündigte aber am Abend noch zwei Spezies aus Osttirol an; wir waren gespannt und ließen den ersten Abend im Pub des "El Paso" zünftig ausklingen. Der Donnerstag war nun rein wettermäßig nicht mehr zu toppen: 12 Grad in Fai, Nebel, Regen - eben das komplette Programm. Nun musste Plan B ran: Fahrt mit Kai´s T5 nach Bozen und Besuch von Christian (KTM-Kollege von Kai) in seiner Firma am Bozener Stadtrand. Neuer Tag, neuer Regen: Blick auf den Molveno-See
Immer wieder eine Tour wert! Das Bikerteam mit osttiroler Unterstützung Die alte Straße am Westufer Blick auf Riva am Gardasee Nächster Stopp Pregasina am Gardasee
Schluss für heute mit dem Fahren: Partylaune im El Paso Bei Folgaria: Wir ziehen die Ganzkörperkondome das 234. Mal drüber! Es ist zum K... Pause in Rovereto - links und rechts in den Tälern regnet es Bindfäden! Rovereto In Rovereto: Nicht mal das Bike passte durch die Baustelle
... der Arme! Was der schon so erlebt hat in seinem Kneipendasein... Der Senoner Christian ist schon so ein Unikum: Neben Stahlbau, Maschinen und diversen mechanischen Geräten steht ein Tischfußballspiel, an welchem dann noch einige Runden gebolzt wurden. Wir waren nun in Form und haben uns noch ein paar Ecken dieser schönen Stadt beschaut (es hat 40 Minuten nicht geregnet!). Am späten Nachmittag kamen wir wieder nach Fai und glaubten unseren Augen nicht: Ja, die beiden Tiroler Buben aus Lienz sind tatsächlich gekommen! Und dann noch nicht mal auf dem kürzesten Weg - Respekt! Nun waren wir wenigstens schon zu fünft. Eine recht überschaubare, aber auch recht flotte Truppe, wie es sich an den nächsten beiden Tagen zeigen sollte. Der Abend in Kürze: Pub El Paso.
Komisch - es regnet noch gar nicht: Kai erklärt die Route und los gehts. Ach so, wir sind in den Bergen! Erster Blick Richtung Paganella-Massiv. Die Straßen gehören uns... Kai, Patrick und Bei
Blick zur Paganella Blick zur Paganella Im Val di Cembra Nicht schon wieder: Erdrutsch am Kaiserjäger Blick vom Kaiserjägerstieg auf den Lago di Caldonazzo
Unsere erste gemeinsame Tour führte uns über Andalo, den Molveno See, Fiave, vorbei am Tenno See nach Pregasina am Gardasee. Nach einer Fotopause fuhren wir weiter nach Riva und kämpften uns nun auf der stressigen Straße über Mori nach Rovereto durch. Ab Rovereto war eigentlich das Pasubio-Gebiet eingeplant - doch das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung. Nach einem Abstecher ins Vallarsa zogen wir die Gummiklamotten über und die kürzere Tour über Serrada und Folgaria vor. Es schütett, was geht. Wir fahren von Folgaria talwärts und nehmen die schnelle Straße über Trient, Lavis und San Michele. Ohne besondere Vorkommnisse schlagen wir im El Paso auf. Weiter wie gewohnt... ... und da bekam ich eine Erleuchtung!
... ist schon komisch mit dem Wetter in diesen Tagen. Die Truppe versammelt vor dem Eiscaffee Auch immer wieder schön: Der Lago di Caldonazzo Stammplatz: In Calceranica am Lago di Caldonazzo ... und nun wussten wir, warum der Kaiserjäger eigentlich gesperrt war!
Rast am Monte Bondone Nebelhörner an und nichts wie hinab ins Tal! Farbenspiele am Monte Baldo ... jetzt gehts weiter! Blick von der Bondone Straße talwärts auf Lasino
Kai Kontraste! Scheinbar haben wir beim Wettergott Mitleid erregt, denn dieser Sonnabend begann mit wesentlich besserem Wetter als vermutet. Nach einem schnellen Frühstück hämmerten wir von Fai hinunter nach Mezzolombardo und mogelten uns über einsame Wege bis ins rasante Val di Cembra. Bei Castello-Molina wechselten wir die Talseite und fuhren weiter in Richtung Valsugana. Ab Levico kamen uns nur noch Biker mit Vollschutz entgegen und wir verkürzten den gedanklichen Rückweg über den Kaiserjäger und die Hochebene von Lavarone.
Als wir an der Auffahrt zum Kaiserjäger (Monte Rovere) diverse Sperrscheiben und eine verschlossene Schranke überwinden mussten, wurden wir schon stutzig. Einige Kurven weiter oben war schließlich Ende Gelände. Wir erinnerten uns an die Bikertage 2005, als wir fast an der Auffahrt scheiterten. Dieses Mal war aber leider kein Durchkommen und wir fahren wieder talwärts zum Lago di Caldonazzo: Eisbecher und Cappucino Pause in Calceranica al Lago. Den Rückweg nach Fai legten wir kurzerhand über Vigolo, Mattarello und Trient, wo Kai die versteckte Auffahrt zum Monte Bondone ausmachte. Dieser asphaltierte Motorradfahrertraum durch drei Klimazonen war ein Genuß - die verregneten letzten 30 km über San Lorenzo, Molveno und Andalo leider nicht.
Matteo als DJ - Party im El Paso André ist in Form Ohne Worte! Wanderpokal für mich für die weiteste Anreise auf dem Motorrad! ... das musste doch gefeiert werden.
Wir erreichten das "El Paso" wohlbehalten. Nun erst mal aufwärmen, Essen und auf den letzten Abend in dieser lockeren Runde freuen. Nach der Übergabe des Wanderpokals für die weiteste Anreise mit dem Bike (ging knapp an mich) gab es noch eine Riesensause in der Kneipe von Matteo. Nicht von mir, sondern von zwei Großfamilien, welche den 18. Geburtstag ihrer Sprößlinge zünftig feierten. Eigentlich wollten wir ja der morgigen Heimreise wegen nicht so lange machen... Aber wenn ungefähr 100 Italiener feiern, ist eh alles zu spät und man feiert am besten mit. Gesagt getan. Die Nachtruhe wurde schließlich auf 2 Uhr verlegt.

 

Abreise: Das Wetter passt! Das Ende einer schnellen Testfahrt ins Trentino. Rast an der A93 in Franken

 

Am Sonntag, dem 8. Juni um 9:30 Uhr verließen wir Fai della Paganella. 738 km Rückfahrt stehen an. Während der letzten Tage sahen wir alle Facetten des Wetters: Niesel, Regen, Starkregen und sogar Gewitter. Ab und an erwischten wir aber auch mal die Sonne... Bis zum nächsten Mal im Trentino, Ciao +++

 

08/2008

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